Sicherheit

1. Mögliche Gefahren
Unter Druck verflüssigtes, hochentzündliches Gas. Schwerer als Luft, kann sich im Bodenbereich
ansammeln. Gas- Luftgemische sind explosionsfähig. Entzündung oder Explosion bei Kontakt mit
starken Oxidationsmitteln möglich. Gefahr der Fernzündung. Hohe Konzentrationen wirken
narkotisch und durch Verdrängung der Luft erstickend. Kalte Flüssigkeit erzeugt Erfrierungen.

2. Erste-Hilfe-Maßnahmen
Betroffenen unter Selbstschutz gegen den Wind aus der Gefahrenzone bergen und an die frische
Luft bringen, durchgaste Kleidung vorsichtig entfernen. Hinlegen, ruhig und warm halten.
Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage.
Bei Atemstillstand Atemspende/ künstliche Beatmung (12- 15 x/Min.).
Bei Atem- und Kreislaufstillstand Herz- Lungen- Wiederbelebung. Notarzt zum Unfallort rufen.
Einatmen: Frischluft, Atemwege freihalten, bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen.
Haut- und Augenkontakt: Bei Verbrennung sofort Kaltwasseranwendung. Bei Erfrierung
Erwärmung durch Körperwärme, nicht reiben. Blasen nicht öffnen, Wunden keimfrei abdecken.
Augen bei Erfrierung bei vorsichtig geöffnetem Lidspalt (Lidkrampf!) von innen nach außen mit
handwarmen Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung spülen. Lockerer keimfreier Verband.
Sofortige augenärztliche Weiterbehandlung.

   

3. Maßnahmen zur Brandbekämpfung
Wenn möglich Ventil schließen. Flammen nicht löschen, bevor das Leck geschlossen werden
konnte, Wiederentzündung ist möglich. Zündquellen entfernen. Bei Umgebungsbränden Behälter
aus geschützter Position gründlich mit Sprühwasser kühlen, wenn möglich aus der Gefahrenzone
bringen. Erwärmung führt zu Drucksteigerung, Berstung Explosionsgefahr. Weiträumig absperren.
Erhöhte Gefahr bei Austritt flüssiger Phase. Austretendes Gas mit Sprühwasser niederschlagen. Nur explosionsgeschützte und lösungsmittelbeständige Geräte einsetzen.
Geeignete Löschmittel: CO2, Pulverlöscher, Wasser im Sprühstrahl.
Gefährdung durch den Stoff und gefährliche Verbrennungsprodukte: Explosionsfähige
Gaswolke. Bei unvollständiger Verbrennung kann giftiges Kohlenstoffmonoxid entstehen.

   

4. Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung
Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen:
Bei Gasaustritt Raum sofort verlassen, Personen
warnen, für ausreichende Lüftung sorgen. Betreten des Bereiches mit umluftunabhängigem
Atemschutzgerät, wenn die Ungefährlichkeit der Atmosphäre nicht nachgewiesen ist.                  
Im Freien auf windzugewandter Seite bleiben. Bereich absperren.
Umweltschutzmaßnahmen: Möglichst Gasaustritt stoppen. Undichte Behälter ggf. unter Einsatz
eines Bergungsbehälters sofort in Sicherheit bringen und Inhalt fachgerecht entsorgen.
Zündquellen fernhalten. Bildung einer explosionsfähigen Atmosphäre möglich. Eindringen in Kanäle
und tiefliegende Räume verhindern.
Reinigungsmethoden: Raum lüften. Explosionsfähige Gas-Luft-Gemische mit Wasser verwirbeln.

5. Handhabung und Lagerung
Zur Gasentnahme Behälter aufrecht stellen und gegen Umfallen sichern. Nur solche Ausrüstungen
verwenden, die für den Stoff, den vorgesehenen Druck und die Temperatur geeignet sind.
Geerdete Apparate verwenden. Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. Ggf.
Inertgasspülung für die Anlagen. Ventil langsam öffnen. Ein Eindringen von Fremdstoffen in den
Behälter ist zu vermeiden. Behälter von elektrischen Geräten, Funken, Wärmequellen und offenen
Flammen fernhalten. Explosionsgefährdeter Bereich. Es sind arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisungen und Beschäftigungsbeschränkungen zu beachten. Behälter unter 50°C
an einem gut gelüfteten Ort aufrecht lagern und gegen Umfallen sichern. Ventil dicht geschlossen
halten. Nicht mit brennbaren, leicht entzündlichen und brandfördernden Stoffen zusammenlagern.

6. Angaben zur Toxikologie
Von Propan ist eine spezifische Giftwirkung nicht bekannt, es erzeugt jedoch bei höheren
Konzentrationen Narkose. Die Symptome verschwinden rasch in frischer Luft. Die schnelle
Verdampfung der Flüssigkeit kann sowohl zu einer Verdrängung der Atemluft und damit zu
Bewusstlosigkeit und Erstickung führen, andererseits bei Hautkontakt durch die hohe
Verdunstungskälte Erfrierungen von Haut und Augen hervorrufen.

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