Was ist eigentlich Flüssiggas?
Für die, die es gerne wissenschaftlich haben, hier die chemische Antwort:
Flüssiggas ist ein Gemisch der Kohlenwasserstoffe Propan und Butan. 
Im Normalzustand ist Flüssiggas gasförmig. Doch Flüssiggas hat die
Eigenschaft, sich bereits bei geringen Temperaturen (Raumtemperatur)
und unter relativ geringem Überdruck zu verflüssigen.
Unter diesen Bedingungen wird es zu „Flüssiggas“ und verringert
dabei sein Volumen um das 260-fache.
Große Energiemengen können so in relativ kleinen Behältern
gelagert und transportiert werden.
Für die, die mit Chemie wenig anfangen können und eine weniger
chemische Erklärung vorziehen: Flüssiggas ist ganz einfach eine
saubere, mobile und komfortable Energie.    

Flüssiggas nach DIN 51622

Die Zusammensetzung von Flüssiggas ist in den Qualitätsanforderungen der DIN 51622 festgelegt.

In der Bundesrepublik Deutschland wird für Anlagen im Geltungsbereich der TRF Propan
verwendet. Butan hingegen findet überwiegend im industriellen Bereich Anwendung.

Ein hervorstechendes Merkmal von Flüssiggas ist die relativ leichte Möglichkeit der Trennung von
benachbarten Kohlenwasserstoffverbindugen, wie auch von unerwünschten Verunreinigungen, was
Flüssiggas zu einem der reinsten technischen Energieträger macht, die dem Anwender zur
Verfügung stehen. 

Bestandteile

Menge

Wasserstoff + Stickstoff + Sauerstoff + Methan

max. 0,2 Gew.-%

Schwefelwasserstoff

nicht nachweisbar

Elementalschwefel

max. 1,5 mg/kg

Kohlenoxydsulfid-Schwefel + Elementarschwefel

max. 5 mg/kg

Flüchtiger Schwefel

max.50 mg/kg

Abdampfrückstand

max. 50 mg/kg

Ammoniak

nicht nachweisbar

Wasser

nicht nachweisbar

Lauge

nicht nachweisbar

Angaben zur Toxikologie:
Flüssiggas ist ungiftig, (MAK - Wert 1988: 1000 ppm)



Alle Angaben ohne Gewähr !

Flüssiggas - eine lange Geschichte!

Planktonorganismen lagerten sich vor ca. 600 bis 350 Mio. Jahren auf dem Meeresgrund ab und
konnten sich mangels Sauerstoff nicht auf natürliche Weise zersetzen. Unter dem dort
vorherrschenden hohen Druck und der hohen Temperatur vollzog sich die Umwandlung in Erdöl
und Erdgas. Durch deren Förderung und Verarbeitung kommen wir heute in die Lage Flüssiggas
zu gewinnen und zu nutzen.
Flüssiggas als solches wird schon lange eingesetzt. So gab es bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts
brennende Gaslichter in London.
Schon 1870 wurde Ölgas zur Beleuchtung von Eisenbahnabteilen eingesetzt. 1904 gelang es dem
Chemiker Dr. Hermann Blau durch Erhitzen von Ölen unter Luftabschluss ein Gas herzustellen, das
sich unter Druck verflüssigen ließ. Das war der Vorläufer des heutigen Flüssiggases. 1912 stand die
erste Flüssiggas-Hausanlage in den USA. Und acht Jahre später begann in den USA der organisierte
Verkauf des neuen Energieträgers. Als in Deutschland Ende der 20er Jahre bei der Herstellung von
Synthese-Benzin aus Braunkohle Propan anfiel, wurde dieses zunächst noch ungenutzt abgefackelt.
Doch schon zwei Jahre später entstand die erste Anlage zur Herstellung von Flüssiggas
in Deutschland.
Die Nutzung von Flüssiggas nahm ab diesem Moment eine steile Entwicklung, aber erst nach 1945,
nachdem alle notwendigen, durch den zweiten Weltkrieg zerstörten Anlagen neu geschaffen waren,
konnte Flüssiggas wieder flächendeckend in den Haushalten eingesetzt werden.
Flüssiggas ist zukunftssicher
Flüssiggas fällt weltweit zunehmend in großen Mengen an:
Einmal bei der Rohölverarbeitung in den Raffinerien, zum anderen bei der Förderung von Erdgas
und Rohöl. Durch die breite Streuung der Bezugsquellen und als Alternative zum Heizöl, besonders bei wärmegedämmten Neubauten und modernisierten Altbauten, trägt Flüssiggas zur Sicherheit
der Energieversorgung bei.
Die Verwendung von Flüssiggas zum Heizen unseres Wohnraums und für viele andere
Einsatzbereiche unseres täglichen Lebens ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Das setzt
aber auch hohe Qualität voraus. Diese wird in der DIN 51622 festgelegt und garantiert dem Nutzer
eine gleich bleibende und umweltschonende Qualität des Flüssiggases. Ein besonderes Merkmal
von Flüssiggas ist die relativ einfache Trennung von benachbarten Kohlenstoffverbindungen und
sonstigen unerwünschten Verunreinigungen. Dies erklärt den hohen Reinheitsgrad von Flüssiggas,
das ohne Ruß und praktisch rückstandsfrei verbrennt. Von allen nicht leitungsgebundenen Energien hat Flüssiggas die niedrigsten Emissionswerte. Flüssiggas ist weder giftig noch in Wasser löslich
und kann so unbedenklich auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden. Ein Vorteil für Sie: Die Heizölschadensversicherung wegen Grundwassergefährdung kann eingespart werden. Flüssiggas
kann also ohne Umwandlungsverluste und Schadstoffemissionen genutzt werden. Von Anfang an.
Denn Flüssiggas wird auf dem Weg von der Förderung bis zum Kunden nicht noch aufwendig
umgewandelt, wie dies z.B. bei Erdöl notwendig ist. Entstehung von Flüssiggas (Propan, Butan) In
Deutschland stammt das Flüssiggas überwiegend aus der Verarbeitung von Rohöl in den
Raffinerien.

Das Rohöl wird in der atmosphärischen Destillation für die weitere Veredelung in Gas, Rohbenzin,
Mitteldestillate und atmosphärische Rückstände vorsortiert - hier werden die Kohlenwasserstoffe
nach Molekülgröße geordnet (Fraktion).

Die Destillate müssen anschließend durch künstliche Verarbeitungsprozesse weiter veredelt
werden: größere Kohlenwasserstoffe werden in kleinere aufgespaltet (Cracken) und bestimmte
Moleküle umgebaut (Reformieren). In der Raffination werden die Kohlenwasserstoffe noch von
unerwünschten Bestandteilen gereinigt.

Das qualitativ hochwertige Flüssiggas entsteht also durch weitere Veredelung der
Kohlenwasserstoffe in mehreren Verarbeitungsprozessen.

Flüssiggas ist damit eines der reinsten  und saubersten Produkte der Erdölraffination.

Übrigens: Der ursprüngliche Entstehungsprozess von Rohöl - und damit auch des daraus
gewonnenen Flüssiggases - geht bis ins Paläozoikum (vor 600 bis 350 Mio. Jahren) zurück:
Planktonorganismen lagerten sich auf dem Meeresgrund ab. Durch Druck und erhöhte Temperatur
vollzog sich die Umwandlung in Erdöl und Erdgas.

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12045 Berlin

 

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